Samstag, 30. Juni 2012

Lady Terminator

Originaltitel: Pembalasan ratu pantai selatan
Land: Indonesien
Jahr: 1988
Laufzeit: ca. 77 Minuten
Genre: Action, Trash
Regie: H. Tjut Djalil


Für ihre Diplomarbeit stellt Tania Wilson (Barbara Anne Constable) Nachforschungen über die Südseekönigin an. Bei ihrem Tauchgang zu dem versunkenen Schloss ergreift das Böse von ihr Besitz und das Unheil nimmt seinen Lauf.
Sie soll die Enkelin eines der damaligen Ehemänner der Südseekönigin ermorden...


Dass der Film im Titel Terminator stehen hat, ist absolut nicht verwunderlich. Denn hier wurde von Terminator (1984) ordentlich abgekupfert und geklaut, dass sich die Balken biegen. Wer den Actioner mit Schwarzenegger kennt, der kennt auch Lady Terminator.

Action gibt es in diesem Streifen genug und diese ist, für die damaligen Verhältnisse und das wohl relativ geringe Budget, gar nicht mal so schlecht. Das soll jetzt nicht heißen, dass die Effekte nicht trotzdem billig wirken.
Hier eine Explosion, dort eine Explosion und reichlich Bleigehalt sorgen für gute Laune. In einer Polizeistation, ja diese Szene wird dem ein oder anderem wohl sehr bekannt vorkommen, wird geschossen bis zum Umfallen. Hier wird wirklich alles, was sich bewegt, umgenietet und der Bodycount wird entsprechend in die Höhe getrieben.

Zwischen den Actionszenen kann auch mal ein wenig Langeweile aufkommen, trotz der geringen Laufzeit.
Dafür gibt es aber auch immer wieder Dialoge und Sprüche wie zum Beispiel "Ich bin keine Lady! Ich bin Anthropologin." zu hören, die zur Unterhaltung beitragen. Einen nicht unwesentlichen Part übernimmt zusätzlich die Synchronisation. Da der Film damals geschnitten war, gibt es leider keine durchgehende Synchro.

Über die Schauspieler braucht man nicht viel sagen. Laut IMDb haben die Darsteller fast alle in keinem weiteren Film mitgespielt. Sehr seltsam...
Die Arbeit der Kamera ist solide, aber der Schnitt ist an manchen Stellen etwas chaotisch. Trotzdem ist der Film gut zu schauen.
Auf die Story muss man nicht weiter eingehen, denn diese ist eher dürftig und mehr dazu zu schreiben ist eher Zeitverschwendung.

Fazit:
Dieser Film ist eine kleine Trashperle und nur für Leute mit einem Hang zum Trash geeignet. Spaßige Action gibt es hier allemal. Pflicht für den Trash-A-Holic.

8/10

Dienstag, 25. Mai 2010

Rückkehr der Zombies, Die

Originaltitel: Notti del terrore, Le
Land: Italien
Jahr: 1981
Laufzeit: ca. 82 Minuten
Genre: Splatter, Horror
Regie: Andrea Bianchi

In einem schönen Landhaus möchten ein paar Leute ihr Wochenende verbringen. Was sie allerdings nicht wissen, dass seit den Nachforschungen eines Professors Zombies ihr Unwesen treiben. So wird aus einem vermeintlich gemütlichen Wochenende ein Urlaub des Grauens...

Der Plott ist so hohl wie die Zombies selbst und bietet wie in vielen Zombiefilmen keinen großen bzw. gar keinen Anspruch. Aber wer sich als Zombiefan über die Story aufregt, sollte dann doch lieber das Genre wechseln.

Abgesehen von der Story ist der Film ansonsten weiterhin ein durchschnittliches Desaster. Die Masken der Untoten sehen sehr nach Plastik aus und es wurde sprichwörtlich zu dick aufgetragen. Ebenfalls wirken die Splattereffekte billig und sind bis auf ein oder zwei Szenen nicht berauschend. Vorallem wenn es den Zombies an den Kragen geht.

Eine weitere Flaute sind die Schauspieler. Da hätten wir den unheimlichen und unglaublich häßlichen Jungen, der gruseliger als die Zombies selbst ist und diese in den Schatten stellt, wenn es um das Thema Horror geht. Irgendwie ist er auch der Einzige, der einem wirklich im Gedächtnis bleibt, die restlichen Charaktere sind dafür einfach zu normal, werden nicht großartig näher beschrieben oder bieten etwas besonderes. Sie sind einfach da, nur die Schauspielleistung nicht.

Fazit:
Auch wenn der Film eine Katastrophe ist, weiß er durch seinen Trashgehalt zu unterhalten. Die knapp 82 Minuten Laufzeit vergehen recht flott, da die Zombies so gut wie von der ersten Minute an auftauchen.

8/10

Mittwoch, 5. Mai 2010

Blutiger Sommer - Camp des Grauens

Originaltitel: Sleepaway Camp
Land: USA
Jahr: 1983
Laufzeit: ca. 82 Minuten
Genre: Horror
Regie: Robert Hiltzik

Einige Jahre nach einem schrecklichen Unfall verbringt die junge Angela (Felissa Rose) mit ihrem Cousin die Sommerferien in einem Camp für Teenager.
Da sie sehr in sich gekehrt ist und bei keinen der Aktivitäten mit macht, wird sie schnell von vielen gehänselt. Doch plötzlich gibt es eine mysteriöse Mordserie...

Sleepaway Camp ist derAuftakt zu einer mittlerweile vierteiligen Reihe. Während der erste Teil noch ein ernsthafter Slasher ist, wird in den anderen Teilen eine gute Prise Humor bemerkbar.

Die Story ist eher übliche Kost und leicht zu durchschauen. Das Mitraten, wer der geheimnisvolle Killer ist, bleibt leider aus, da man schnell merkt, dass Angela doch leicht einen neben sich laufen hat und den Verdacht flott auf sich zieht. Aber was soll es, über die Story kann man hinwegsehen, wenn der Film ansonsten stimmt und als Slasherfan ist man da ja auch öfters mal nicht ganz so anspruchsvoll.
Zum Ende gibt es allerdings dann noch eine überraschende Wendung und den blödesten Gesichtsausdruck aller Zeiten...

Im Gegensatz zum Zuschauer merken die Campbewohner nicht so schnell wer der Mörder ist. Und so geht der ein oder andere über Bord. Leider fällt der Goregehalt etwas dürftig aus und bis auf die Szene in der Dusche sieht man recht wenig. Es findet alles eher im Off statt und man bekommt am Ende das Ergebniss präsentiert. Etwas mehr Härte hätte dem Film in keinster Weise geschadet.
Die Location ist ein Camp am See. So sieht man hier das gewohnte Bild von Schlafhütten und Co, wie es in manch anderem Slasher auch so ist.

Eine ungewollte Komik kommt dank den 80er Jahren hinzu. Die Kleidung der männlichen Protagonisten lässt einen aus heutiger Sicht zur gleichen Zeit erschrecken und grinsen. Hot Pants und bauchfreies Top... Für Frauen ja, aber Männer? Nun gut, es war eine andere Zeit.

Schauspielerisch geht es hier nicht überdurschnittlich zur Sache, aber unterdurchschnittlich auch nicht. Mittelklasse kann man sagen. Zu sehen bekommt man neben den üblichen Teenienervensägen, einen Küchenchef der Kinder zu gern hat, und einen Campleiter, der etwas sehr streng ist.
Angela, gespielt von Felissa Rose, kommt schon ein wenig schaurig rüber durch ihre Ruhe und geistige Abwesenheit. Sie ist von allen noch am besten.

Fazit:
Auf der einen Seite ganz unterhaltsam, auf der anderen ein zu harmloser Slasher. Für Slasherkomplettisten sicherlich ein Blick wert, auch wenn es besseres gibt (Teil zwei und drei beispielsweise).

5,5/10

Sonntag, 25. Oktober 2009

Ein Colt für alle Fälle - Staffel 1 -

Originaltitel: Fall Guy, The
Land: USA
Jahr: 1981
Laufzeit: ca. 1076 Minuten
Genre: Action, Serie
Producer: Glen A. Larson

Um sich über Wasser zu halten ist Colt Seavers (Lee Majors) neben seinem Job als Stuntman zusätzlich als Kopfgeldjäger tätig.
Zu seiner Unterstützung bei den angeblich immer leichten Aufträgen, die Colt von Samantha "Big Jack" Jack (Jo Ann Pflug) bekommt, stehen ihm Jody Banks (Heather Thomas) und sein Cousin Howie Munson (Douglas Barr) immer wieder tapfer zur Seite.

Die erste Staffel von Ein Colt für alle Fälle besteht aus insgesamt 22 Episoden mit einer Laufzeit von je ca. 45 Minuten (ohne Abspann). Folge eins "Die Reise nach Arizona" ist der Pilotfilm zur Serie und hat eine Laufzeit von knapp 90 Minuten.
Da damals nicht alle Folgen im Fernsehen gezeigt wurden, musste für die deutsche DVD eine Neusynchronisation gemacht werden. Hierfür verpflichtete man die alten Sprecher erneut.

Eine weitere Kultserie aus den 80ern. Doch wird sie diesem Anspruch gerecht? Ja, dies wird sie auf jeden Fall. Etwas Action und Humor liefern eine locker leichte Unterhaltung, die mit viel Abwechslung und Ideenreichtum daher kommt.
Von Autoverfolgungsjagden über Kneipenschlägereien bis hin zu halsbrecherischen Stunts ist so gut wie alles vorhanden. Somit sollte jeder auf seine Kosten kommen.
Ebenso abwechslungsreich sind die Schauplätze, die von der großen Stadt bis hin zum kleinen mexikanischen Wüstenstädtchen reichen.

Das Ensemble an Schauspielern wurde sehr gut gewählt und es macht richtig Spaß, sie bei ihrer Arbeit zu sehen. Lee Majors spielt Colt, den toughen Stuntman, der auch bei seinem Job als Kofgeldjäger sympatisch rüberkommt und so gut wie immer einen lockeren Spruch auf Lager hat. Den Titelsong zur Serie hat er übrigens selbst gesungen.
In der Rolle der cleveren und hübschen Jodie sehen wir Heather Thomas. Immer wieder eine Augenweide ist die Szene im Vorspann, in der sie in einem blauen Bikini durch die Tür geht.
Ständig an Colts Seite ist Douglas Barr als Howie, ein etwas naiver aber sehr netter Zeitgenosse. Sein Runningag ist jedesmal aufs Neue köstlich, allerdings wird hier jetzt nicht verraten um was es sich dabei handelt.
Ihre Aufträge bekommen die drei laufend von Samantha "Big Jack" Jack, die von Jo Ann Pflug dargestellt wird. Colt will meistens erst nicht, aber sie bekommt ihn immer wieder auf eine charmante Art und Weise dazu, den Auftrag dann doch anzunehmen.
Dann wären da noch die Gastauftritte. Diese reichen von Sid Haig bis hinzu Burt Reynolds. Auch hier gibt es viele bekannte Gesichter zu sehen.

Fazit:
Von Folge zu Folge wird es immer besser. Hier werden jedesmal 45 Minuten gute Unterhaltung geboten, die einen in ihren Bann ziehen.

9/10

Samstag, 17. Oktober 2009

Der Wixxer

Originaltitel: Wixxer, Der
Land: Deutschland
Jahr: 2004
Laufzeit: ca. 82 Minuten
Genre: Komödie
Regie: Tobi Baumann

Die beiden Touristen Doris (Anke Engelke) und Dieter Dubinsky (Olli Dittrich) werden Zeuge des Mordes an dem Mönch mit der Peitsche. Kurz darauf wird Doris entführt und Dieter meldet sich bei der Polizei. Als er Chief Inspector Even Longer (Oliver Kalkofe) davon berichtet, hat dieser sofort einen Verdacht. Der Täter muss der Wixxer sein. Zusammen mit Inspector Very Long (Bastian Pastewka) macht er sich auf, um der ersten Spur bei Blackwhite Castle nachzugehen...

Hallo. Hier spricht Edgar Wallace sein Nachbar.
Bei der Wixxer handelt es sich um eine Parodie des Wallace Filmes Der Hexer. Das Drehbuch wurde von Oliver Kalkofe, Oliver Welke und Bastian Pastewka geschrieben. Dementsprechend geht es dann auch in dem Film zu.

Da es eine Homage an Wallace ist, spielt der Film natürlich in England. Genauer gesagt in London.
Was nicht fehlen darf ist ein Schloss und somit sind wir auch direkt bei Blackwhite Castle. Dieses macht seinem Namen alle Ehre, denn sobald man in seine Nähe kommt wird alles schwarzweiß. Eine sehr lustige Idee die dem Trio hier eingefallen ist.
Insgesamt verleihen die Locations dem Film den typischen englischen 60er Jahre Krimi-Charme.

Was an Schauspielern aufgefahren wurde ist sehr ordentlich. Oliver Kalkofe als Chief Inspector, der ein etwas mürrischer und muffeliger Zeitgenosse ist. Und nicht so recht über den Tod seines alten Partners hinwegkommt. An seiner Seite Inspector Long der immer fröhlich ist und versucht alles gelassen hinzunehmen, wird von niemanden anderen gespielt als von Bastian Pastewka.
Das ostdeutsche Touristenpaar Doris und Dieter werden von Anke Engelke und Olli Dittrich verkörpert. Sie gibt immer den Ton an und nörgelt hier und dort. Während er eher jemand von der stillen Sorte ist.
Die Riege an Schauspielern reißt nicht ab und somit gibt es unter anderem noch Wolfgang Völz als den Chef von Scotland Yard, Sir John, zu sehen. Thomas Fritsch spielt den Earl of Cockwood, einen Adligen und Besitzer des Blackwhite Castle. Und wie es sich für einen Adligen gehört, hat dieser auch einen Butler: Alfons Hatler. Er wird von Christoph Maria Herbst gespielt und ist mit einer der Höhepunkte des Filmes. Herrlich anzuschauen ist zum Beispiel die Aerobicszene, in der Hatler zu David Hasselhoffs "Looking for freedom" trainiert.
Und in der Rolle des Pathologen Dr. Brinkmann sieht man Oliver Welke. Last but not least Tanja Wenzel als die hübsche Miss Pennymarket in die sich der Chief Inspector verguckt hat.
Es gibt noch einige Gastauftritte, nur sind dies recht viele und würde hier dementsprechend Platz in Anspruch nehmen.

Die Spannungskurve bleibt auf guter Höhe und man ist selbst immer gespannt, was als nächstes passieren wird. Auf Gags muss man nie lange warten, denn diese sind in fast jeder Szene enthalten.

Fazit:
Ein großartiger Film mit tollen Schauspielern, der die eine oder andere Überraschung bereit hält.

8/10